Yoga am Wasser: Mehr als ein Trend?
Wer an Yoga denkt, hat oft sofort Bilder von akrobatischen Verrenkungen oder stiller Meditation im Kopf. Viele glauben deshalb: „Dafür bin ich zu unbeweglich” oder „Das ist kein Sport für mich.“ Tatsächlich hat Yoga mit diesen Klischees nur wenig zu tun.
Yoga entstand vor mehreren tausend Jahren in Indien und verbindet Bewegung, Atmung und Konzentration. Oberstes Ziel ist es, eine Einheit zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern darum, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und einen Ausgleich zum oft hektischen Alltag zu schaffen.
Es gibt viele verschiedene Yoga-Stile – von ruhigen und entspannenden Einheiten bis hin zu dynamischen, durchaus schweißtreibenden Stunden. Genau deshalb entdecken immer mehr Menschen Yoga für sich – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Fitnesslevel.
Ein häufiger Irrtum ist, dass man für Yoga besonders beweglich sein müsse. Genau das Gegenteil ist der Fall: Beweglichkeit entwickelt sich meist erst durch regelmäßiges Üben und mangelnde Flexibilität ist oft der perfekte Grund, um mit Yoga zu beginnen. Die Asanas (Position, Körperhaltung) werden immer an die individuellen körperlichen Voraussetzungen angepasst. Denn im Yoga geht es um Achtsamkeit, bewusste Wahrnehmung, das Gefühl für den eigenen Körper und darum, seine eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren.
Ist Yoga auch etwas für Männer?
Ganz klar: Ja. Auch Männer entdecken Yoga immer häufiger für sich. Beweglichkeit, Stabilität und Körperkontrolle sind wichtige Bausteine in nahezu jeder Sportart. Viele Profi-Sportler integrieren Yoga deshalb längst in ihr Training. Gleichzeitig kann Yoga helfen, Verspannungen zu lösen und den Rücken nach langen Arbeitstagen zu entlasten.
Besonders reizvoll wird Yoga im Sommer unter freiem Himmel. Am Wasser, umgeben von Natur, entsteht eine besondere Atmosphäre. Gerade für Menschen, die Yoga bisher skeptisch gegenüberstanden, kann das der ideale Einstieg sein.
Warum nicht jetzt? Wir probieren’s aus!
Sommer, Sonne, See – dieses ideale Dreiergespann im Kärntner Sommer verleitet nicht nur zum Sprung ins kühle Nass, sondern vielleicht auch dazu, etwas Neues am Wasser auszuprobieren. Ohne Leistungsdruck, ohne Wettkampf und ohne den Anspruch, sofort alles zu können. Vielleicht bestätigt sich das eigene Vorurteil gegenüber Yoga, vielleicht entdeckt man aber auch eine Sportart, die man bisher völlig unterschätzt hat. Und genau das möchten wir von der NOK+ Redaktion herausfinden. In den kommenden Wochen werden unsere beiden Yoga-Neulinge Corinna und Daniela selbst die Yogamatte ausrollen und eine Yoga-Einheit am Wasser besuchen. Wie anstrengend oder entspannend ist es wirklich? Ist Yoga auch etwas für Skeptiker? Wir werden es ausprobieren – und natürlich darüber berichten.
5 Yoga-Mythen
- Ich bin zu unbeweglich.
Gerade deshalb lohnt sich Yoga – Beweglichkeit entwickelt sich mit der Zeit. - Yoga ist nur etwas für Frauen.
Immer mehr Männer nutzen Yoga als ergänzendes Training - Yoga ist keine richtige Bewegung.
Je nach Stil kann Yoga durchaus schweißtreibend und kräftigend sein. - Man muss meditieren.
Viele Kurse legen den Fokus auf Bewegung und Atmung. - Ich brauche viele Sachen.
Für den Einstieg reichen bequeme Kleidung und eine Matte.