8. Oktober 2026

News Oberkärnten

„Wir bringen die Party dort hin, wo sie niemand erwartet.“

Pop-Up Events Kärnten bringt Menschen an ungewöhnlichen Party-Locations zusammen und verrät, wie viel Arbeit dahintersteckt.

Inhalt:

Eine Bar, ein Seehotel, eine Terrasse: Der junge Verein Pop-Up Events Kärnten macht wechselnde Orte in Oberkärnten zu Treffpunkten. Hinter den Abenden steckt deutlich mehr Arbeit, als die Gäste sehen und natürlich ein engagiertes Team.

„Da läuft nichts mehr“. Diesen Satz hörte Dominik in seinem Freundeskreis immer wieder, wenn es um das Ausgehen in Oberkärnten ging. Der DJ und Obmann von Pop-Up Events Kärnten wollte diese Entwicklung aber nicht einfach hinnehmen. Er trommelte Freunde zusammen und begann im Herbst 2025, mit ihnen ein Konzept zu erarbeiten, aus dem der Verein Pop-Up Events Kärnten entstand. Im März 2026 fand dann das erste Event in Spittal statt.

Nun sitzen vier der insgesamt zwölf Vereinsmitglieder – Dominik, Elena, Michelle und Michael – vor mir zum Interview und erzählen, wie der Verein entstanden ist und was sich dahinter verbirgt.

Die Idee: Musik und Begegnungen an Orte bringen, an denen man keine Party erwartet. „Zum Beispiel in einer Werkstatt“, sagt Dominik. Bisher war der Verein unter anderem in Bars in Spittal, in Seeboden und in Millstatt zu Gast. In den ersten sechs Monaten organisierte das Team sechs Veranstaltungen. „Mal wird nachmittags getanzt, mal dauert der Abend bis Mitternacht. Wir sind da, wo sonst keiner die Party hinbringen würde“, beschreibt Dominik den gemeinsamen Nenner.

Fotocredit: © NOK+ Redaktion

Ein kurzer Abend, lange Vorbereitung

Was für Gäste unkompliziert wirken soll, beginnt oft Monate im Voraus. Das Team sucht eine passende Location, spricht mit dem Betrieb, entwickelt die Idee, macht Fotos, plant die Technik und stimmt den Ablauf ab. Dazu komme die interne Organisation: „Wer hat Zeit? Wer kann dort sein? Wer macht dies? Wer holt das?“ „Die meiste Arbeit macht aber das Marketing“, sagt Elena. Wie viel Arbeit allein in der Werbung steckt, zeigte das Beispiel eines Werbevideos, das das Team zur Bewerbung einer Veranstaltung erstellte: Für Aufnahmen, Schnitt und Gestaltung wurden nach eigener Aussage fast zwei Wochen investiert. Der fertige Clip dauert weniger als eine Minute.

Gemeinsam feiern, ohne Clubgefühl

Michelle ist erst seit Kurzem im Verein. Sie verfolgte die Events zunächst auf Social Media, besuchte dann selbst welche und wollte schließlich wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht und selbst mitanpacken. „Die wechselnden Orte sollen unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Dominik. Elena beschreibt die Atmosphäre als familiär: „Man ist einfach da, um abzuschalten, um Spaß zu haben.“ Den Fokus legt der Verein nicht ausschließlich auf jugendliches Publikum. Willkommen ist, wer dabei sein will und mitfeiert.

Obmann Dominik möchte auch, dass von einem Abend mehr bleibt als Handyvideos: „Wir wollen den Leuten eine gute Zeit schenken.“ Für den 11. Oktober kündigt das Team ein größeres Projekt in Seeboden an. Auch ein Charity-Event im Jänner ist geplant. Der Verein will wachsen und „wir wollen trotzdem bodenständig bleiben“, sagt Michael.

Auf die Frage hin, wo der Verein bisher an Grenzen gestoßen ist und was sie sich für die Zukunft und ihre nächsten Veranstaltungen wünschen, findet Dominik klare Worte: „Wir müssen uns jedes Mal aufs Neue beweisen. Wir müssen zeigen, dass wir wissen, was wir tun und eine Veranstaltung auf die Beine stellen können. Was ich mir wünsche? Lasst uns Junge machen und gebt uns eine faire Chance.“

Fotocredit: © NOK+ Redaktion

Pop-Up Events Kärnten

Ausschnitt aus dem Interview

Video: © NOK+ Redaktion

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