Eine Kärntner Studentin über Heimat und fehlende Möglichkeiten in Oberkärnten
Vanessa (27) steht kurz vor dem Masterabschluss in Medical Biology in Salzburg. Trotz dünner Jobaussichten in ihrem Fach lebt sie weiter in Spittal und pendelt mehrmals wöchentlich. NOK+ traf sie, um mit ihr über die Gründe für die Heimatverbundenheit, fehlende Rückkehrperspektiven und den Wunsch nach einer medizinischen Forschungseinrichtung in Kärnten zu sprechen.
Warum bleibst du trotz mäßiger Berufsaussichten in Spittal, statt näher an Salzburg zu ziehen?
Wie viele aus deinem Freundeskreis von früher sind geblieben, wie viele gegangen?
Wie stehen deine eigenen Chancen, in deinem Feld in Oberkärnten Fuß zu fassen?
Wenn du der Region einen Wunsch freistellen könntest, um junge Leute zu halten – was wäre das?
Die berufliche Infrastruktur fehlt, wie sieht es in anderen Bereichen aus? Wie bewertest du das Wohnungsangebot?
Wohnen ist schon ein sehr wichtiger Punkt. Für Personen, die wie ich in ländlichen Regionen aufgewachsen sind, ist es vielleicht noch einmal wichtiger als für Personen aus urbanen Regionen, sich ein Eigenheim zu schaffen. Viele von uns sind in einem solchen aufgewachsen, da hat man einfach mehr Platz als in einem Wiener Innenstadtbezirk. Aber gleichzeitig kann sich bei uns kaum jemand ein Eigenheim mehr leisten. Bei den Mieten ist es aktuell auch nicht besser, es wäre schön, wenn es wieder leistbares Mietwohnen geben würde. Vor allem für Studenten ist es in Kärnten sehr schwierig, es gibt keine „Starter-Wohnungen“ oder dergleichen, die leistbar wären.