2019 fühlt sich für viele von uns an, als wäre es gerade erst gewesen. Trotzdem holt PENNY jetzt die Lebensmittelpreise von damals zurück – und verkauft sie als kleine Zeitreise. Eine sympathische Aktion, die allerdings auch deutlich macht, wie stark sich unser täglicher Einkauf innerhalb weniger Jahre verteuert hat.
Erinnern wir uns kurz zurück: 2019 war Greta Thunberg gerade auf dem Weg über den Atlantik, „Dance Monkey“ lief im Radio und Corona war für uns noch kein Thema. Besonders lange her fühlt sich das nicht an. Bei einem Blick auf manche Lebensmittelpreise könnte man allerdings meinen, dazwischen lägen Jahrzehnte.
Genau mit diesem Gefühl spielt PENNY derzeit. Unter dem Motto „Preise wie früher“ setzt der Diskonter rund 50 Produkte zeitweise auf das Preisniveau vergangener Jahre zurück. Darunter befinden sich typische Produkte für den täglichen Einkauf und die Schuljause – von Käse, Butter, Nudeln und Gebäck bis hin zu Getränken und bekannten Markenartikeln.
Sieben Jahre – und bis zu 38 Prozent Unterschied
Wie groß der Preissprung teilweise ausfällt, zeigt sich am Beispiel der bekannten Markennudeln Barilla. 2019 lag der Preis noch unter einem Euro, nun muss man fast zwei Euro hinlegen. Im Schnitt haben sich die Preise laut Penny um rund 38 Prozent verteuert.
38 Prozent Unterschied innerhalb weniger Jahre, das ist keine gefühlte Teuerung mehr, sondern eine Entwicklung, die Familien Woche für Woche an der Supermarktkasse spüren. Besonders belastend wird es, weil nicht nur einzelne Genussprodukte teurer geworden sind. Auch Lebensmittel, Energie, Wohnen, Mobilität und Gastronomie kosten heute deutlich mehr als noch vor einigen Jahren.
Gerade zum Schulbeginn kommen für Eltern zusätzliche Ausgaben dazu: Hefte, Stifte, Kleidung und Sportartikel müssen bezahlt werden und dann ist da noch die tägliche Jause. Ein paar Cent mehr bei Brot, Butter, Käse oder Getränken wirken zunächst überschaubar. Über mehrere Kinder, fünf Schultage und ein ganzes Schuljahr gerechnet, wird daraus jedoch eine erhebliche Belastung.
Eine coole Aktion mit einem kleinen Haken
Die PENNY-Aktion läuft noch bis 23. September und ist grundsätzlich eine sympathische Idee. Gleichzeitig hält sie uns beinahe unbeabsichtigt den Spiegel vor: Wenn Preise aus dem Jahr 2019 heute schon nostalgische Gefühle auslösen, sagt das einiges darüber aus, wie stark sich unser Alltag verteuert hat.
Für Spittal gibt es allerdings noch einen kleinen Haken. Die 2013 eröffnete Filiale in der Villacher Straße in Edling gibt es inzwischen nicht mehr. Wer die aktuellen „Preise wie früher“ nutzen möchte, muss heute bis zur nächstgelegenen Filiale nach Radenthein fahren.
So führt uns die Aktion in Spittal gleich in doppelter Hinsicht zurück: zu den Preisen von damals – und zu einem Supermarkt, den es zumindest in der Bezirkshauptstadt nur noch in der Erinnerung gibt.