Mitten im Ortszentrum von Großkirchheim ist ein neuer Platz zum Verweilen, Abkühlen und Begegnen entstanden. Der neu gestaltete klimafitte Gemeindegarten vor dem Gemeindeamt zeigt, wie Maßnahmen zur Klimawandelanpassung gleichzeitig dazu beitragen können, Ortskerne attraktiver und lebenswerter zu gestalten.
Ausgangspunkt war die Umgestaltung eines städtischen Gehsteigs in einer Landgemeinde, der immer schon ein Hindernis für Verkehr und Straßenräumung darstellte. Die Gemeinde Großkirchheim und die KLAR! Region Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal nutzten diese Gelegenheit, um den bestehenden Gemeindegarten neu zu denken. Entstanden ist ein öffentlich zugänglicher „Cool Down Place“, der Schatten, Wasser, Begrünung und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet. Drei weitere klimafitte Obstbäume sorgen künftig für natürliche Beschattung, Blumenbeete fördern die Artenvielfalt und ein mobiles Tisch-Bank-Ensemble aus regionalem Holz vom Künstler Max Seibald, bietet Platz zum Sitzen, Reden oder einfach zum Ausruhen.
Ein Stück Zirknitz als Herzstück
Ein besonderer Blickfang ist der neue Natursteinbrunnen. Der dafür verwendete Findling stammt aus dem Zirknitztal, der nach Döllach gebracht und zu einem robusten, frostsicheren Trinkbrunnen bearbeitet wurde. Der Stein ist damit auch ein Zeitzeuge der alpinen Landschaft und bringt ein Stück Natur aus der unmittelbaren Umgebung mitten in den Ortskern. Heute spendet er Trinkwasser für Menschen und Tiere.
Eröffnet wurde der neue Gemeindegarten gemeinsam mit Kindern der Volksschule Großkirchheim. Dass der Brunnen dabei sofort ausprobiert und der Platz von den Kindern in Besitz genommen wurde, zeigte sehr anschaulich, worum es bei dem Projekt geht: Klimawandelanpassung soll nicht abstrakt bleiben, sondern im Alltag der Menschen sichtbar und nutzbar sein.
Klimaanpassung als Chance für lebenswerte Ortskerne
Der Gemeindegarten knüpft an das regionale Konzept der „Cool Down Places – kühlende Plätze“ an. Gerade angesichts zunehmender Hitzebelastung gewinnen frei zugängliche Orte mit Schatten, Grün und Wasser an Bedeutung. Gleichzeitig können solche Projekte einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung von Ortszentren leisten.
„Wir wollen zeigen, dass Klimawandelanpassung nicht nur eine notwendige Reaktion auf steigende Temperaturen ist, sondern auch eine Chance bietet, unsere Gemeinden schöner und lebenswerter zu gestalten. Der neue Gemeindegarten verbindet genau das: Schatten, Wasser und Natur mit einem attraktiven Treffpunkt mitten im Ort“, so KLAR! Modellregionsmanagerin Sabine Seidler.
Mit dem neuen Gemeindegarten ist damit nicht nur ein weiterer „Cool Down Place“ entstanden, sondern auch ein Beispiel dafür, wie aus einer notwendigen baulichen Veränderung ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung entstehen kann. Ein Platz für Jung und Alt, für Einheimische ebenso wie für Gäste und Wanderer am Alpe-Adria-Trail.
Das Projekt „Klimafitter Gemeindegarten Großkirchheim – Cool Down Place zum Verweilen“ wurde im Rahmen von KLAR! Invest umgesetzt und aus Mitteln des Klima- und Energiefonds unterstützt.
Bilder des neuen Gemeinegartens
Auf den Fotos zu sehen: Direktorin Hemma Suntinger, Klassenlehrerin Margit Thaler und KLAR! Managerin Sabine Seidler mit den Kinder der Gruppe Schneehasen (gemischte Gruppe mit Kinder aus allen 4 Schulstufen).
Fotocredit: © KLAR! Nationalparkgemeinden Oberes Mölltal/Sabine Seidler.