Longevity ist längst mehr als ein Trendbegriff. Die moderne Altersforschung beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, wie sich die gesunden Lebensjahre verlängern lassen – und welche Rolle dabei unser eigener Lebensstil spielt.
Alt werden wir alle. Die entscheidende Frage lautet deshalb zunehmend nicht mehr nur, wie lange wir leben, sondern wie lange wir gesund und selbstständig bleiben. Genau hier setzt der Begriff „Longevity“ an. In der Forschung geht es weniger um ein möglichst langes Leben um jeden Preis als um die Verlängerung der sogenannten Healthspan – jener Lebensphase, in der ein Mensch möglichst frei von chronischen Erkrankungen und Einschränkungen bleibt.
Dabei ist die wichtigste Erkenntnis weniger spektakulär, als manche Angebote aus der Longevity-Branche vermuten lassen: Bewegung, Ernährung, Schlaf und der Verzicht auf gesundheitsschädliche Gewohnheiten gehören weiterhin zu den bestbelegten Faktoren für gesundes Altern. Das US-amerikanische National Institute on Aging verweist unter anderem auf regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung. Bewegung kann dabei das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten senken.
Damit bekommt Longevity eine durchaus bodenständige Seite: Es geht nicht zwingend um Hightech, Supplements oder die Suche nach der ewigen Jugend. Vieles beginnt mit Entscheidungen, die täglich getroffen werden – ausreichend Bewegung, ausgewogene Ernährung, guter Schlaf, soziale Kontakte und regelmäßige medizinische Vorsorge.
Longevity bedeutet damit vor allem eines: nicht unbedingt mehr Jahre um jeden Preis, sondern möglichst viele gute Jahre.
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Buchtipp
- Dr. med. Univ. Lara Vadlau: Die Alterslüge. Longevity-Strategien für ein längeres gesundes Leben.