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Zwischen Mensch und Technik
Je länger wir für NOK+ unterwegs sind, desto öfter ertappen wir uns bei einem Gedanken: Eigentlich erzählen wir gar nicht nur Geschichten über Oberkärnten. Wir erzählen Geschichten über unsere Zeit. Über eine Zeit, in der künstliche Intelligenz plötzlich Texte schreibt, Bilder erzeugt und Entscheidungen beeinflusst. Wir staunen darüber, probieren sie aus und diskutieren über Chancen und Risiken. Gleichzeitig stellt sich eine viel banalere Frage: Was passiert eigentlich mit uns, wenn wir immer mehr an Maschinen abgeben?
Diese Frage beschäftigt uns bei NOK+ auch im praktischen Sinne in unserem Arbeitsalltag. Denn im Hintergrund arbeiten wir längst mit Technik, die unseren journalistischen Alltag verändert: Aufnahmegeräte, automatische Transkriptionen, digitale Prozesse und Automatisierungen, die beispielsweise unseren Veranstaltungskalender aktuell halten. Vieles davon macht unsere Arbeit schneller und effizienter.
Aber Technik ist nach wie vor ausschließlich Unterstützung. Denn sie kann eines nicht: entscheiden, welche Geschichten erzählt werden sollen und wie sie erzählt werden sollen. Das Interview zu führen, Fotos und Videos aufzunehmen, die Fertigstellung und Freigabe obliegt immer noch uns. Dafür braucht es Menschen. Menschen, die Fragen stellen, die zuhören und entscheiden welche Perspektive wir unseren Leserinnen und Lesern mitgeben.
Deshalb sitzen wir bei unseren Interviews nicht hinter einem Bildschirm. Wir treffen die Menschen persönlich. Wir wollen ihnen begegnen, nachfragen, Zwischentöne wahrnehmen. Und deshalb sind Fotos und Videos für uns auch mehr als hübsches Beiwerk. Sie sollen dokumentieren, aber vor allem eines ermöglichen: dass unsere Leserinnen und Leser ein Stück weit dabei sind. Denn am Ende entsteht die Geschichte selbst noch immer zwischen Menschen.
Und damit sind wir bei einer Frage, die uns derzeit mindestens genauso beschäftigt wie die Entwicklung künstlicher Intelligenz:
Wohin entwickelt sich NOK+?
Seit knapp vier Monaten sind wir nun online. Wir haben viel gesehen, erlebt, ausprobiert und gelernt. Wir haben Menschen kennengelernt, Gespräche geführt, Geschichten erzählt und dabei immer tiefer entdeckt, wie vielfältig Oberkärnten ist.
Unsere erste Printausgabe ist erschienen und schon während sie in Cafés, Ordinationen und anderen Verweilpunkten aufliegt, arbeiten wir längst an den nächsten Ideen und der nächsten Ausgabe, die kurz vor Weihnachten erscheinen wird.
Denn eigentlich steht NOK+ noch ganz am Anfang. Wir haben viele Pläne, die bereits konkret werden, und andere, über die wir selbst noch nachdenken. Manche davon werden schon bald sichtbar sein, andere vielleicht erst nach und nach.
Ein Teil dieser Entwicklung sind unsere NOK+ Werbepartner. Unternehmen und Organisationen, die unsere Idee teilen und gemeinsam mit uns neue Wege gehen wollen, regionale Sichtbarkeit zu schaffen und Vernetzung zu fördern.
Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird spannend. Und vielleicht ist genau das das Schöne an einem neuen Medium. Dass noch nicht alles festgeschrieben ist. Dass man ausprobieren, wachsen und sich überraschen lassen darf.
Euer NOK+ Team