Yoga – mehr als Verrenkungen
Wer an Yoga denkt, hat vielleicht sofort Bilder von komplizierten Verrenkungen, Meditation und stundenlangem Stillsitzen im Kopf. Für viele ist damit auch klar: „Das ist nichts für mich.“ Doch genau diese Vorstellungen greifen zu kurz, wie wir selbt erfahren haben.
„Ein Muss gibt es beim Yoga gar nicht“, erklärt Martina. Entscheidend sei, auf den eigenen Körper zu achten und darauf, dass sich die Übungen gut anfühlen. „Besonders beweglich muss man dafür auch nicht sein. Beweglichkeit entwickelt sich häufig erst durch das Üben. Gerade Bewegungen, die im Alltag selten vorkommen, können am Anfang aber ungewohnt sein”, erzählt sie.
Fotocredit: © NOK+ Redaktion
Yoga kann auch anstrengend sein
Gemütliches Dehnen und Entspannen? Nicht ausschließlich. Je nach Yogastil kann eine Einheit durchaus fordernd sein, auch ins Schwitzen kommt man dabei. Denn Yoga verbindet Kraft, Beweglichkeit, Dehnung und Entspannung.
Dabei geht Yoga über die Körperübungen, die sogenannten Asanas, hinaus. Je nach Stil gehören auch Atemübungen, Meditation und die bewusste Konzentration nach Innen dazu. Es gibt viele verschiedene Zugänge – von ruhig und entspannend bis dynamisch und körperlich fordernd.
Yoga ist nicht nur „Frauensport”
Ein Klischee: Yoga sei vor allem etwas für Frauen. Zwar nehmen laut Martina überwiegend Frauen an ihren Stunden teil, sie erlebt aber auch immer wieder Männer im Unterricht. Und deren Rückmeldungen seien durchwegs positiv. Warum also nicht ausprobieren? Yoga kann eine Ergänzung zu anderen Sportarten sein und gleichzeitig dabei helfen, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen.
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Was macht Yoga am See besonders?
Eine Stunde Yoga im Gras, das Wasser vor Augen und die Natur rundherum, genau das haben wir bei unserem Selbsttest erlebt. Während anfangs noch einige Leute um uns herum badeten, mit den Hunden spazieren gingen und die laue Abendluft genossen, wurde es von Minute zu Minute ruhiger. Mitbekommen haben wir das trotzdem nur am Rande, unseren Fokus hat Martina eingefangen. Und der Ort, an dem man Yoga praktiziert, macht tatsächlich einen Unterschied, wie sie uns sagt: „Obwohl zu Beginn die ungewohnte Umgebung zwar etwas ablenken kann, ist es besonders schön, Yoga draußen in der Natur zu machen.” Wann ist der beste Zeitpunkt dafür, haben wir sie gefragt: „Besonders angenehm sind im Sommer die frühen Morgenstunden, der Vormittag oder der späte Abend. Wenn es untertags sehr heiß wird, empfiehlt sich dagegen eher eine Abkühlung im Wasser.”
Am Ende zählt das Gefühl
Martinas persönlicher Lieblingsmoment kommt am Ende der Einheit: die Schlussentspannung, das Shavasana. Wenn die Teilnehmer nach der Stunde entspannt auf ihren Matten liegen, ist das für sie der schönste Teil.
Vielleicht ist genau das auch der Punkt, an dem Yoga für Skeptiker interessant wird. Es geht nicht darum, perfekt beweglich zu sein oder die spektakulärste Position zu beherrschen. Es geht darum, sich zu bewegen, den eigenen Körper wahrzunehmen und sich bewusst Zeit zu nehmen.
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Unser NOK+ Selbsttest
Infos zur Yogalehrerin Martina Berger
Unser Interview mit Martina
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