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Daniela: Ich hab's ausprobiert – und wurde eines Besseren belehrt
Ich muss ehrlich sein: Ich war skeptisch. Sehr sogar. Yoga, dieses ganze Geatme und „In-sich-Gehen“, das passt eigentlich nicht zu mir. Im Alltag bin ich nicht der Typ, der zur Ruhe kommt, indem er die Augen schließt und tief durchatmet. Trotzdem hab ich mir gedacht: Warum nicht einmal ausprobieren, worüber alle schwärmen – Yoga am See.
Und tatsächlich: Schon beim Ankommen im Klingerpark hat sich das mulmige Gefühl gelegt. Dank Yoga-Lehrerin Martina habe ich mich von der ersten Minute an pudelwohl gefühlt. Unglaublich nett, ein wirklich angenehmer Charakter – und man merkt sofort diese Wertschätzung von Martina dafür, dass man sich überhaupt die Zeit für eine Yoga-Einheit nimmt.
Fotocredit: © NOK+ Redaktion
Geerdet am Ufer
Was mich dann wirklich überrascht hat: Man wird bei Yoga am See regelrecht geerdet. Es hat schon etwas, wenn man auf den See blickt, nebenbei die Enten beobachtet, das frische Gras riecht und zusieht, wie die Sonne langsam untergeht. In so einem Moment wird einem bewusst, wie privilegiert man eigentlich ist, an so einem Ort leben zu dürfen, wo Ruhe und Entspannung überhaupt möglich sind.
Yoga in Oberkärnten muss Gott sei Dank nicht in einem Hochhaus stattfinden, wo alle paar Minuten die Straßenbahn vorbeidonnert und man kaum vor die Tür treten kann, ohne schon wieder mitten im Trubel und in den Menschenmassen zu stehen, wie man sie aus großen Städten kennt. Diese Session hat bei mir wirklich etwas ausgelöst – eine Art Demut. Vor der Natur, aber auch davor, wie gut ich hier leben darf.
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Jeder in seinem Tempo
Besonders gut hat mir gefallen, dass uns Martina völlig frei wählen hat lassen, wie intensiv wir teilnehmen wollen. Ich habe bei allen Übungen mitgemacht, die auch wirklich die Muskeln gefordert und ein wirksames Brennen ausgelöst haben. Nur die Augen geschlossen halten, das ist mir nicht gelungen. Ich schau lieber durch die Gegend, beobachte, was um mich herum passiert. Abschalten ist bei mir sowieso so eine Sache: Ich baue Stress nicht ab, indem ich einen Gedanken einfach abschüttle, ich muss das eher „ausleben“.
Gerade deshalb war die Yoga-Session für mich aber richtig wertvoll – um meinen Körper einmal ganz anders kennenzulernen. Zu spüren, wie man mit gezielten Übungen einzelne Regionen fordern und gleichzeitig fördern kann, war ein echtes Aha-Erlebnis.
Kein Ersatz, aber eine gute Ergänzung
Um wirklich abzuschalten und stressige Tage hinter mir zu lassen, brauche ich persönlich aber trotzdem eher Action als Ruhe. Bei mir darf es dann schon laute, beatgeballerte Musik beim Krafttraining sein, oder Tennis, oder irgendein anderer Ballsport, wo man einfach mal „draufhauen“ kann.
Trotzdem: Yoga kann ich wirklich jedem empfehlen, der sich bewusster mit seinem Körper auseinandersetzen möchte. Und für alle, die aus der Ruhe ihre Kraft schöpfen, ist es sogar ein Muss – unbedingt ausprobieren! Martina nimmt sich Zeit für Neulinge wie mich, fordert aber genauso die Yoga-Profis unter den Teilnehmern.
Ich selbst hab jedenfalls beschlossen, Yoga fix in meinen Alltag einzubauen – nicht als meine bevorzugte Sportart, aber als Zwischendurch-Alternative, um mich und meinen Körper bewusster wahrzunehmen.
Infos zur Yogalehrerin Martina Berger
Der Selbsttest
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Mein Fazit
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