Auch wenn der Gedanke an die Rekordsommerwochen des Jahres 2026 mit Standardtemperaturwerten um die 30 Grad viele von uns noch nicht loslässt, steht uns jetzt eine Zeit bevor, auf die wir schon hart gewartet haben: Herbstzeit ist die klassische Wanderzeit. Ab September, wenn die Temperaturen angenehmer werden und der Wasserspaß etwas seinen Reiz verloren hat, sieht man wieder, wie sich Berghungrige an den Wochenenden ihren Weg durch hunderte Höhenmeter bahnen. Waren es früher fast nur typische Bergsportler, die sich über Stock und Stein wagten, sind es mittlerweile ganze Familientrauben, die die Gipfel der Oberkärntner Berglandschaft erklimmen. Und es gibt ein großes Angebot an kindertauglichen Wanderungen, die man rund um unsere Region erkunden kann.
Tipp „To Go“
Wanderrouten für Klein und Groß
Angefangen bei den „leichten“ Klassikern wie einem Spaziergang rund um den Stappitzer-See: Der flache Rundweg um den See ist auch mit Kinderwagen problemlos machbar und lädt zum Zwischenstopp am kleinen Badeplatz ein. Etwas anstrengender wird es beim Aufstieg zum Granattor, der über schmale Steige führt und die Kinder mit etwas Kraxelei fordert – die Aussicht am Gipfel entschädigt aber jede Anstrengung. Wer noch weiter hinauf will, wandert bis zum Palnock; die Wanderung deckt dabei alle Schwierigkeitsstufen ab, je nachdem, wo man umkehrt.
Bereits auch selbst erprobt und ausprobiert haben wir die Wanderung mit Kindern (ab 3 Jahren) zur Millstätter Hütte: Ein gemütlicher Waldweg mit moderater Steigung, der mit einer urigen Einkehr und Blick auf den Millstätter See belohnt. Ebenso getestet haben wir dA Stubeck, dessen sanfte Hänge und die Aussicht über mehrere Kärntner Täler ihn zu einem echten Familienliebling machen, und den Königsstuhl, der mit kurzen, kindgerechten Etappen und tollen Rastplätzen unterwegs punktet. Auch rund um Bad Kleinkirchheim und St. Oswald finden sich einige gemütliche, gut ausgeschilderte Wege für einen entspannten Familienausflug. Besonders empfehlenswert ist die Wanderung ins Maltatal zur Giessener Hütte: Der Weg entlang des Malta-Stausees ist leicht zu gehen und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf Wasserfälle, bevor an der Hütte eine zünftige Jause auf müde Wanderbeine wartet.
Etwas anspruchsvoller, aber mit kleinen Kindern trotzdem gut machbar, ist der Ankogel: Mit der Gondel geht’s bequem hinauf bis auf rund 2.600 Meter, von dort führt ein kurzer Weg zum Gipfelkreuz. Oben erwartet einen eine wunderschöne Aussicht über die umliegende Bergwelt – ein Erlebnis, das schon die Kleinsten begeistert.