24. August 2026

News Oberkärnten

Sternschnuppennacht über Oberkärnten

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt – und heuer stehen die Chancen für Sternschnuppenfans in der Region besonders gut.

Bestes Timing seit Jahren

Seit Mitte Juli sind die Perseiden bereits aktiv, ihr Maximum erreichen sie in der Nacht auf den 13. August. Unter guten Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Was den Sternschnuppenstrom heuer besonders macht: Am 12. August ist Neumond – der Himmel bleibt also in der entscheidenden Nacht völlig unbeeinflusst vom Mondlicht. Bessere Voraussetzungen für die Beobachtung gibt es kaum.

Die besten Chancen bestehen in der zweiten Nachthälfte, vor allem zwischen 2 und 4 Uhr früh. Dann steht der Radiant im Sternbild Perseus höher am Himmel. Wer wenig Geduld mitbringt, sollte trotzdem länger draußen bleiben: Zwischen einzelnen Sternschnuppen können durchaus mehrere Minuten vergehen.

Wetter in Oberkärnten: Mittwochnacht mit Restrisiko

Die Vorschau für den Bezirk Spittal an der Drau zeigt für Mittwoch noch eine Regenwahrscheinlichkeit von rund 35 Prozent, ehe sich das Wetter in der Nacht auf Donnerstag deutlich bessert. Wer also am 12. August keinen klaren Himmel erwischt, hat in der Nacht auf Freitag – mit kaum Niederschlagsrisiko – eine gute zweite Chance, da der Strom noch bis Ende August aktiv bleibt.

Die dunkelsten Flecken der Region

Oberkärnten zählt zu den lichtärmsten Regionen Österreichs – ideal für die Sternschnuppenjagd. Besonders empfehlenswert:

  • Nockalmstraße & Turracher Höhe: Der UNESCO-Biosphärenpark Nockberge gilt als eine der dunkelsten Ecken Kärntens. Aussichtspunkte entlang der Panoramastraße bieten freien Rundumblick – Parkranger bieten hier sogar eigene Astrofotografie-Touren an.
  • Millstätter See: Abseits der Ortschaften, etwa an ruhigen Uferabschnitten, lässt sich der Sternenhimmel besonders eindrucksvoll erleben.
  • Gerlitzen Alpe: Am Gipfel sorgt kaum künstliches Licht für beste Bedingungen, zusätzlich befindet sich dort eine der modernsten Hotel-Sternwarten Österreichs.

Tipps für die Beobachtung

Ein dunkler, freier Platz ganz ohne störende Lichtquellen ist entscheidend. Ein Fernglas oder Teleskop braucht es nicht – mit freiem Auge lässt sich der größte Bereich des Himmels überblicken. Die Augen brauchen rund 15 bis 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, daher gilt: Handy und Taschenlampe möglichst dunkel lassen. Am bequemsten beobachtet man liegend oder zurückgelehnt.

Sternschnuppen mit besonderer Herkunft

Die Perseiden entstehen aus Staub- und Gesteinsteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Kreuzt die Erde seine Bahn, verglühen die Partikel in der Atmosphäre – manche davon so hell wie die Venus. Wegen der zeitlichen Nähe zum Gedenktag des Heiligen Laurentius werden sie im Volksmund auch „Laurentiustränen“ genannt. Gefahr geht von ihnen keine aus.

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