Inhalt:
Kapitel 1: Legen wir los!
„Sei wild, frei und wunderbar“, sagte Astrid Lindgren. Ein Satz, ein Mantra, ein Lebensmotto, das wir unseren Kindern unbedingt mitgeben und uns selbst immer wieder in Erinnerung rufen sollten. Denn – und wenn wir ehrlich sind, kennen wir das alle – im Alltag, der täglichen Routine und unseren Verpflichtungen gehen unsere Unbekümmertheit, Freiheit und unsere Einzigartigkeit leider allzu oft verloren. Insbesondere als Mütter und noch viel mehr als arbeitende Mütter. Mit unseren Kindern beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der unser ganzes bisheriges Dasein auf den Kopf stellt. Meist auf wundervolle, manchmal aber auch auf herausfordernde Art und Weise. Wir treten damit nicht nur in eine Challenge mit allem bisher bekannten, mit unserer Partnerschaft und unseren neu gewonnenen Familienmitgliedern, sondern auch mit uns selbst.
Einfach nur Bullshit
Klingt bei all der Fülle und den Glücksgefühlen, die damit selbstverständlich einhergehen, trotzdem schwierig. Und das ist es auch. Das Leben als Working Mum, fürchterlich erfüllend, aber auch unglaublich anstrengend. Denn wer immer noch an Genderpolitik, Gleichberechtigung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie glaubt, dem kann man eigentlich nur eines sagen: Bullshit. Wer immer noch vom Märchen mit dem glücklichen Happy End träumt, bei dem jeder vor Freude jauchzend seiner Erfüllung frönen kann, der hat noch nie die Bekanntschaft einer berufstätigen Mutter gemacht. Ladies and Gentlemen, willkommen in der realen Welt. Und willkommen in unserer Welt. Wir möchten sie euch hier offen, ohne Maulkorb, ohne Deko, und wie wir sie erlebt haben, zeigen und euch ein Stück weit an unserem Alltag teilhaben lassen. Warum? Weil wir bemerkt und erfahren haben, dass nicht nur wir uns so manches Mal einsam und ein wenig verloren gefühlt haben, sondern, dass es auch anderen Mütter so ergangen ist und sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Tabus brechen
Darum möchten wir wie eine gute Freundin mit unserem Schatz an positiven, negativen, schwierigen, leichten, lustigen und chaotischen Erlebnissen und unserem heutigen Wissen dazu euch, liebe Leserinnen, zur Seite stehen, damit einerseits die eine oder andere Situation vielleicht leichter zu handhaben wird und andererseits gewisse Tabus endlich aufgebrochen werden. Denn leider sind die Themen, die wir ansprechen, zum Teil immer noch keine salonfähigen Gesprächsthemen für das Kaffeekränzchen. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum es bisher kaum ein Buch gibt, dass diese ungeschönte Wahrheit offenlegt. Denn die Wirklichkeit ist oft nicht süß, wie ein Babygesichtchen, nicht niedlich wie kleine, pummelige Beinchen und nicht herzerfrischend wie ein lachendes Kleinkind. Weil sie eben so viel mehr ist. Und dieses Mehr ist unbequem. Niemand mag unbequeme Sachen und doch kann man ihnen meist nicht entkommen. Jede Frau, die schon einmal Figur formende Unterwäsche getragen hat, weiß, wovon ich rede. Doch gewisse Dinge muss man einfach ansprechen und ganz unverblümt die nackte Wahrheit auf den Tisch bringen. Warum? Einfach, weil wir nicht die einzigen Mütter da draußen sind, die mit sich selbst, der Lebensumstellung, ihren Kindern, den Partnern und schlussendlich mit dem Job zu „kämpfen“ hatten und haben. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns um einiges leichter getan hätten und um einiges positiver auf die eine oder andere Situation geschaut hätten, wenn wir gewusst hätten, dass wir nicht allein sind. Dass nicht alle anderen Mütter alles easy gebacken bekommen, Kind und Karriere mit Leichtigkeit schaukeln und jeden Abend für ihren Mann die perfekte Geliebte sind, während wir selbst zwischen Lätzchen, vollen Windeln, dreckigen Klamotten und ungewaschenen Haaren, beim Staubsaugen zuhause am Sofa einschlafen.
Wir sind nicht perfekt
Eine Ursache unserer Probleme und so mancher Schwierigkeiten war vielleicht auch, dass wir uns nicht getraut haben, uns zu öffnen, mit unseren Problemen nach draußen zu gehen und mit anderen zu reden, denn wir haben uns häufig für unsere vermeintliche Nicht-Perfektion einfach geschämt. Deshalb möchten wir genau hier ansetzen, bei unserer Schamgrenze, beim Mythos der Perfektion, und wir möchten Tatsachen in den Mittelpunkt rücken. Wir möchten ehrlich sein zu uns selbst und zu anderen, denn nur so können wir mit unserem Erfahrungsbericht anderen helfen die eine oder andere schwierige Lebensphase zu meistern. Probleme verändern sich. Heute ist es diese Herausforderung, morgen die andere. Das Schöne, der wunderbare Lichtblick daran: Wir wachsen und verändern uns durch alle Erfahrungen, die wir machen dürfen. Wir reifen mit unseren Kindern und unserem Alltag und werden stärker. Wie das bei uns ausgesehen hat? Das möchten wir euch jetzt erzählen.
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Autorinnen: Daniela Fürstauer-Schmölzer & Sabrina Staudacher
Erscheinungstermin: Oktober 2026
Darum geht’s:
Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen des Lebens als berufstätige Mutter. Zwischen Familienalltag, Karriere und Selbstzweifeln erzählen die Autorinnen von den Herausforderungen, den unausgesprochenen Wahrheiten und den schönen wie turbulenten Momenten des Mutterseins – ohne Illusionen, aber voller Empathie und Humor.
Für wen?
Für Mütter, Frauen und alle, die einen unverfälschten Einblick in die Realität zwischen Beruf, Familie und Selbstfindung suchen.
Vorbestellung:
Ab sofort per Mail an office@stilmittel.co.at möglich.